![]() |
||||||||||
|
Vertrauen ist das A & O
(aus Top-Hotel 09/2004) "Manchmal denke ich, ich sollte den ganzen Kram hinschmeißen und noch einmal neu beginnen. Die jetzige Situation zerrt so an meinen Nerven, dass ich einfach nicht mehr weiß was ich machen soll. Unsere Familie besitzt in der dritten Generation ein kleines Hotel mit 40 Zimmern und bis vor einem Jahr ging es uns gut. Der Betrieb war so gut ausgelastet, dass ich geglaubt habe, endlich die dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen durchführen zu können, die alten Zimmer neu herzurichten, unser Hallenbad zu sanieren und 3 alte Personalzimmer zu Gästezimmern umwandeln zu können. Natürlich hatten wir noch Schulden, aber nicht so viele, dass wir darunter gelitten hätten. Mit einer Auslastung von annähernd 70% meinte ich, den notwendigen Betrag von rund 500.000 EUR durchaus zusätzlich verkraften zu können. Wissen Sie was passiert ist? Erst einmal habe ich monatelang eine Bank gesucht, die mir den Betrag leihen würde. Als die Finanzierung endlich stand, haben wir angefangen. Und nun haben wir 650.000 EUR zusätzliche Schulden und ich habe nichts anderes zu tun, als in dauernden Banksitzungen neue Berechnungen vorzulegen, um jede Überweisung an meine Mitarbeiter oder die Lieferanten zu feilschen, weil die Bank sie nicht mehr vornehmen will und immer wieder zu erklären, warum es zu der Kostenüberschreitung gekommen ist. Wie soll ich da noch arbeiten können und mein Haus erfolgreich führen?" Nun lassen Sie nicht den Kopf hängen! Was Ihnen passiert ist, habe ich im Augenblick bei mehreren meiner Kunden festzustellen. Wer überhaupt Geld in der letzten Zeit von seiner Hausbank bekommen hat, um solche notwendigen Investitionen durchzuführen, dem geht es ähnlich wie Ihnen, wenn der Umbau teurer als veranschlagt wurde. ... » kompletten Artikel lesen (PDF-Dokument
Schnäppchenjagd
(aus Top-Hotel 06/2000) Schon mehrmals habe ich darauf hinweisen müssen, dass unser Gewerbe bei den Kreditgebern keinen allzu guten Ruf genießt. Wie sagte mir wieder einmal ein Vorstandsvorsitzender einer Bank: "Das Gastgewerbe, vor allem die mittelständische Hotellerie kommt gleich nach den Spediteuren und den Sonnenstudios. Ihr habt die ‚rote Lampe'!" Was das für den mittelständischen Hotelier bedeutet, habe ich in den beiden letzten Jahren mehr als zu genüge kennengelernt. Nächtelang haben meine Auftraggeber und ich darüber diskutiert, welche, wenn auch noch so kleinen, Möglichkeiten es gibt, den sanierungsbedürftigen Betrieb zu retten. Nun erlebe ich die ersten Auswirkungen dieser für unser Gewerbe fast entwürdigenden Mentalität der Kreditgeber. Wenn man genau hinsah, konnte man das schon seit Monaten lesen: "60 Zimmer Hotel, Gestehungskosten DM 12 Mio. wechselt für DM 2,5 Mio. den Eigentümer!" "30 Zimmer Hotel erbaut für DM 4,3 Mio. für DM 800.000 verkauft!" "17 Zimmer Hotel, für DM 2,8 Mio. errichtet für DM 1,3 Mio. verkauft." Und so weiter, und so weiter! Hinter diesen nüchternen Mitteilungen stecken natürlich immer menschliche Katastrophen, ganze Hoteliersfamilien sind dabei in den Ruin gegangen. ... » kompletten Artikel lesen (PDF-Dokument |
|
|||||||||
UKR Ludwig Kleynmans . Horst Röhrig - Unternehmensberater des Mittelstandes GmbH |
||||||||||